Im 24 h Laden findet man fast alles für den täglichen Bedarf. Von Chips, Bier, Snacks, Toastbrot über Batterien, Rasierschaum, Nagelscheren zu Zahnseide. Daher war dies mit bereits verbrannter Glatze meine erste Anlaufstelle auf der Suche nach Sonnencreme. Doch weder im ersten, noch im zweiten oder im dritten Laden von verschiedenen Betreibern fand ich das Gewünschte. Mein nächster Versuch galt der Apotheke, die hier ebenfalls Drogerieartikel verkauft, jedoch Fehlanzeige - dafür hätte ich etwas gegen Verbrennungen bekommen können. Fündig wurde ich schließlich im Supermarkt. Keine Riesenauswahl wie bei Schlecker, sondern eine Marke (Nivea) und genau eine Sorte: 50+. Ich bin nicht sicher, ob das für meine jugendliche Haut überhaupt geeignet ist, aber da es in der Altersklasse 30 nichts gab, griff ich zu. Aber warum ist Sonnencreme hier nicht überall erhältlich, schließlich kann es schon mal vorkommen, dass sich einige Strahlen durch den gelben Staub bohren. Der Grund könnte darin liegen, dass hier gegen die Sonne eher Hüte getragen werden. Auch Radfahrer tragen vielfach Masken. Zunächst dachte ich wegen der Kälte, doch es wurde wärmer und noch immer waren die Masken allgegenwärtig. Dann dachte ich wegen des Smog, doch dafür waren sie zu grob. Schließlich fragte ich einen Kollegen, der mir bestätigte, dass es wegen der Sonne ist. Beim Wandern sieht man sogar Frauen mit Sonnenvisieren und Papiermasken - nicht solche gegen Schweinegrippe, sondern solche, die ab den Augen die komplette Gesichtshälfte abdecken. Da kann man mal sehen, wie weltoffen Korea ist, in Frankreich würde es dafür ein Bußgeld geben. Zwischenzeitlich sind 14 Tage vergangen, und auf meiner verzweifelten Suche nach einem Queensize Bettlaken auf drei Märkten und endlosen Kaufhausetagen stolpere ich ständig über Sonnenchreme. Ich würde mich wahrscheinlich leichter tun, wenn ich auf die Bettlaken Saison warten würde.
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