Wie für alle Königsdynastien war die Erhaltung der Nachkommenschaft auch hier stets von zentraler Bedeutung und entsprechend viel Gedöns wurde um die Geburt eines Stammhalters gemacht. Und natürlich unterlag alles, was mit dem Neugeborenen in Zusammenhang stand einer herausragenden Fürsorge und Verehrung. Deshalb wurde das pränatale Survival kit – die Plazenta- auch nicht achtlos mit Windeln und Einmalspritzen in der Sondermüllverbrennungs-anlage entsorgt, sondern feierlich in einer Porzellan-Urne beigesetzt. Natürlich unter Kenntlichmachung mittels Steinplatte, Säule und Steindach. So begann das Leben für die königlichen Nachkommen wie es endete, mit einer Beerdigung, doch von beiden Zeremonien dürften die Betroffenen nicht viel mitbekommen haben. Ob allerdings bei jedem Geburtstag das Dahinscheiden der Plazenta betrauert wurde, geht aus der Beschreibung im Palastmuseum nicht hervor.
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