Wenden
wir den Blick heute kurz zu den Nachbarn, denn Tokyo hat ein neues Wahrzeichen,
den Sky Tree. 634 m Höhe misst dieser Funkturm für digitale
Datenübertragung http://www.tokyo-skytree.jp/english/ und überragt damit spielend die 300 m Kolosse
in Downtown. Kein Wunder- als zweithöchstes Gebäude der Welt. Gemäß Hamburger
Abendblatt hat der Bau 790 Mill. € gekostet. Der Funkmast- also der Gebäudeteil,
den wir als Spitze wahrnehmen- wurde beim Bau durch den Kern des Gebäudes nach
oben geschoben und war noch nicht verankert, als das Erdbeben am 11. März 2011
zuschlug. Zu diesem Zeitpunkt kämpften die Bauingenieure auch ohne Beben mit
dem Koloss, der drohte, durch Rotation von seinen Lagerstellen abzugleiten und
dann als überdimensionaler Klöppel hoch oben im Turm herumzupendeln. Der dumpfe
Klang dieser „Glocke“ dürfte tatsächlich eher zu koreanischer Palastmusik
passen, denn hier finden Klanginstrumente aus Stein gerne Verwendung- womit die Brücke zu Korea geschlagen wäre.
Seit dieser Woche nun dürfen Medienvertreter hoch hinaus. Das gemeine Publikum kann ab 22 Mai das unvergleichliche visuelle Erlebnis genießen, wenn der Blick an klaren Tagen über die Stadt schweift und sich in der Ferne der Kegel des Mt. Fuji über den Dunst erhebt. Zumindest dürfte dann eindeutig geklärt sein, warum man ein solches Gebäude im Deutschen gemeinhin als Fernsehturm bezeichnet.
Seit dieser Woche nun dürfen Medienvertreter hoch hinaus. Das gemeine Publikum kann ab 22 Mai das unvergleichliche visuelle Erlebnis genießen, wenn der Blick an klaren Tagen über die Stadt schweift und sich in der Ferne der Kegel des Mt. Fuji über den Dunst erhebt. Zumindest dürfte dann eindeutig geklärt sein, warum man ein solches Gebäude im Deutschen gemeinhin als Fernsehturm bezeichnet.