Mit den ersten Knospen bin auch ich aufgebrochen, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Ziel war der Berg Inwangsan, dessen steile Flanken vor meinem Fenster aufragen und über dessen Gipfel die alte Mauer verläuft, die einstmals mit 18 km Länge die Stadt umschloss. Es hatte dreihundert Jahre gedauert, bis sie 1704 ihre stolze Pracht mit teilweise 6 m Höhe erreicht hatte. Und so fand ich mich nach einem guten Kilometer Straßenschlucht am Fuße der Mauer und fühlte mich mit 500 ml Wasser, einem Sandwich und der Kamera einigermaßen gut gerüstet, den Aufstieg auf immerhin 338 m zu wagen. Als ich aber die ersten ortskundigen Wanderer erblickte, schwand meine Zuversicht. Ausgerüstet wie für eine Mt. Everest Besteigung mit kompletter Funktionskleidung, Sitzmatten, Tagesrucksäcken, gummierten Handschuhen für die Halteseile, Sonnenvisiere Dimension „Schwangere Auster“, Wanderstöcken … und dagegen ich mit Baumwollunterwäsche, Jeans, Cityrucksack, barhäuptig, mit Bugatti Schuhen und einer gefühlten Überlebenswahrscheinlichkeit unter 10%. Zu meinem Glück hängt der Erfolg bei einer Wanderung weniger von der Technik ab als bei einem Formel 1 Rennen (es sei denn man hat einen Herzschrittmacher) und so durfte ich den Abend noch erleben - aber vor der nächsten Wanderung ins Hochgebirge rüste ich auch auf, da kommt wenigstens ein Ersatzakku für die Kamera mit.Geschichte und Geschichten! Was ihr noch nie über Korea wissen wolltet ... hier ist es. Viel Spaß dabei!
Sonntag, 3. April 2011
Ausrüstungswettlauf
Mit den ersten Knospen bin auch ich aufgebrochen, eine kleine Wanderung zu unternehmen. Ziel war der Berg Inwangsan, dessen steile Flanken vor meinem Fenster aufragen und über dessen Gipfel die alte Mauer verläuft, die einstmals mit 18 km Länge die Stadt umschloss. Es hatte dreihundert Jahre gedauert, bis sie 1704 ihre stolze Pracht mit teilweise 6 m Höhe erreicht hatte. Und so fand ich mich nach einem guten Kilometer Straßenschlucht am Fuße der Mauer und fühlte mich mit 500 ml Wasser, einem Sandwich und der Kamera einigermaßen gut gerüstet, den Aufstieg auf immerhin 338 m zu wagen. Als ich aber die ersten ortskundigen Wanderer erblickte, schwand meine Zuversicht. Ausgerüstet wie für eine Mt. Everest Besteigung mit kompletter Funktionskleidung, Sitzmatten, Tagesrucksäcken, gummierten Handschuhen für die Halteseile, Sonnenvisiere Dimension „Schwangere Auster“, Wanderstöcken … und dagegen ich mit Baumwollunterwäsche, Jeans, Cityrucksack, barhäuptig, mit Bugatti Schuhen und einer gefühlten Überlebenswahrscheinlichkeit unter 10%. Zu meinem Glück hängt der Erfolg bei einer Wanderung weniger von der Technik ab als bei einem Formel 1 Rennen (es sei denn man hat einen Herzschrittmacher) und so durfte ich den Abend noch erleben - aber vor der nächsten Wanderung ins Hochgebirge rüste ich auch auf, da kommt wenigstens ein Ersatzakku für die Kamera mit.
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