Heute geht es erneut ums Wandern, aber keine Bange, bald habe auch ich vom Thema genug. Wanderer lassen sich grob unterteilen in folgende Gruppen:
Die Spaßwanderer: Erkennbar am großen prall gefüllten Rucksack und zumeist in größeren Gruppen ab 5 Personen unterwegs. Diese Spezies schafft es nicht weit in den Berg sondern ist in erster Linie bestrebt, ein schönes Fleckchen für ein Picknick zu finden, gediegen zu speisen und möglichst gerade so viel Alkohol zu verzehren, dass der Rückweg noch gemeistert wird.
Der Entspannungswanderer: Läuft zumeist zu zweit und hat stets genug Luft zum sprechen. Sollte dies nicht der Fall sein, wird ein strategischer Halt eingelegt zur Bewunderung der Landschaft, Diskussion des Weges oder zum Verzurren der Jacke um die Hüften.
Der Familienwanderer: Ist nicht zu überhören und kennt nur zwei Geschwindigkeitsstufen: Stehen (geht einher mit Motivationsgesprächen, abpusten von Aufschürfungen und Staudämme bauen) und rennen (geht einher mit verlassen des Pfades, Hosen einsauen, Geschwister ärgern und verstecken spielen)
Der Sportwanderer: heftige Atmung, kleiner Rucksack oder Hüfttasche, schneller Gang und verbissener Blick (ähnlich zu erleben auf dem ersten Rasthof nach 2 Stunden Autobahn Vollsperrung). Rauscht zumeist allein oder zu zweit vorbei und ist bereits fast mit der Runde fertig, wenn alle anderen erst beginnen.
Der Verzweiflungswanderer: kann auf natürliche Umgebung nicht dauerhaft verzichten, hat aber kein Fahrrad und muss daher aus Verzweiflung wandern. Gekennzeichnet durch unruhigen Blick, kategorisiert fortwährend die Wege nach Eignung zum Biken und neigt zu Fahrradpiraterie.
Bei der Wertung nach der hausinternen MTB- Eignungsskala kommen die Wege um Seoul gerade mal auf 1, das entspricht Blitzeis auf der Autobahn. Nur diesem Umstand ist es wohl zu verdanken, dass ich noch keinen ahnungslosen MTB- Fahrer unvermittelt vom Sattel gezogen habe.
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