Abwasser belastet die Umwelt und muss entsprechend besteuert werden. Deshalb ist klar, dass ich für den Liter Mineralwasser, den ich auf der Fahrt nach München konsumiere zwar nur 39 Cent berappen muss, der zwangsweise Boxenstopp auf dem Rasthof mein Budget dafür aber mit 70 Cent belastet. Leider wird auf die Umwelt nicht überall gleichermaßen Rücksicht genommen. So findet man hier in Seoul an jeder dritten Straßenecke eine öffentliche Toilette, die ist kostenlos und dazu auch noch sauber! Das gilt für die Häuschen in den kleinen Parks und in der U- Bahn - jederzeit. In deutschen Käufhäusern findet man stets die Beschilderung zur Kasse ohne Brille doch man ist gezwungen, eine Verkäuferin nach dem schnellsten Wege zur Entladestation anzusprechen. Das ist unangenehm, schließlich unterbricht man die Dame ungerne im angeregten Gespräch mit dem Kollegen. Es hat sich bei Warenhausketten offenbar noch nicht herumgesprochen, dass auch die Erledigung von Geschäften ein Wohlfühlfaktor für den Kunden darstellt. Jedenfalls geniesse ich in Seoul den barrierefreien Zugang zu gepflegten Austritten und habe mein eigenes Fahrradschloss selbstverständlich stets griffbereit.
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