Heute sind sie völlig aus dem Landschaftsbild verschwunden, doch in meiner Kindheit gab es sie noch: echte Abenteuerspielplätze mit richtiger Verletzungsgefahr anstelle von Fallschutzplatten für den verweichlichten Nachwuchs. Ich erinnere mich an die schwarzqualmenden Dauerschwelbrände, den Gestank des Brackwassers und das schiefe "Betreten verboten" Schild an der durchlöcherten Umzäunung unserer ortseigenen (sicherlich dioxinverseuchten) Müllhalde. Diese war gewiss nicht ohne Hintergedanken so angeordnet, dass der ungeliebte Nachbarort bei meist vorherrschendem Süd- Westwind sauber eingeräuchert wurde. Andere beliebte Müllabladestellen befanden sich entlang der Zufahrt zum Waldsportplatz und an Rastplätzen, bis auch diese bunten Farbtupfer mittels Bußgeldern aus der Öffentlichkeit verdrängt wurden. Hier in Korea wird der Müll nicht wöchentlich in einer dezenten Tonne am Straßenrand platziert, sondern an drei Wochentagen wild durcheinander in Plastiksäcken an der Straße gestapelt. Wer aber glaubt, dass wir als Jute statt Plastik und Pfandflaschen Völkchen die Vorreiter in der Müllvermeidung sind, den wird die folgende Statistik überraschen: pollution-municipal-waste-per-capita . Wie aber werden die Müllgebühren in Seoul erhoben? Ganz einfach, man muss die Mülltüten kaufen, somit gibt es eine eindeutige Zuordnung von Müllproduktion zu Kosten. Einfacher geht es kaum. Allerdings hatte die Einführung der kostenpflichtigen Mülltüten auch Folgen, denn Anfangs deponierten einige Schlauberger ihren Müll einfach in öffentlichen Abfallbehältern. Das führte dazu, das diese aus dem Stadtbild fast vollständig verschwunden sind- die Abfalleimer, nicht die Schlauberger!
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