Wenn ihr in nächster Zeit den Schritt in die Selbständigkeit plant, solltet ihr den "Doing Business" Report der Weltbank aufmerksam studieren. Es überrascht mich nicht, dass sich Korea als aufstrebende Wirtschaftsmacht in der Statistik derzeit besser stellt, als der alte Mann Deutschland (Rang 16 versus 22/ Weltbank-global-reports/doing-business-2011/ Rangliste auf Seite 12). Demzufolge ist die Wertung für grenzüberschreitenden Handel und Baugenehmigungen für Korea recht gut. Das müsste sich doch nutzen lassen. Schauen wir auf die Milchpreise: der Liter Rohmilch bringt dem Bauern in Korea 842 Won (ca. 58 Cent- zum Vergleich: in Deutschland lag der Erzeugerpreis 2010 bei 30 Cent), der Verkaufspreis liegt bei 2200 Won ( 1.54 Euro). Was liegt also näher, als den Markt mit europäischen Milchprodukten zu sättigen. Ein Liter Eutersteak mit einigen "Lactobacillus bulgaricus" vermischt, das Ganze per Seefracht verschickt- bis er durch den Zoll geht, ist der äquatoriale Sonnenjoghurt fertig. Zugegeben, das klingt nicht wirklich zukunftsweisend, aber in Kombination mit einer Baugenehmigung für eine spektakuläre Downhill- Strecke am Namsan würde es interessant. Oben gibt es den linksdrehenden Sonnenjoghurt umsonst. Dafür vermiete ich unten- wenn der Joghurt im freien Fall ankommt- Fahrradschlösser zu Höchstpreisen (ich überlasse es eurer Fantasie zu ergründen, warum man unten wohl sein Fahrrad unbeobachtet lassen muss). Wahrscheinlich liegt es an der unspektakulären Platzierung, dass der Weltbankreport in Deutschland nicht mal der „Financial Times“ eine Meldung wert war, aber dafür durchkämme ich ja die hiesige Boulevardpresse nach inspirierenden Berichten. (Quellen: Weltbank , www.milchindustrie.de & Korean Times)
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