Samstag, 11. Juni 2011

Think big!

Stellen wir uns eine Stadt vor, bei der die Autos verschwinden. Die Straßen gehören wieder den Fußgängern und Radfahrern und öffentliche Verkehrsmittel machen die Immobilen mobil. Das ist natürlich für einen Angestellten in der Autobranche ein ziemliches Horrorszenario. Gut, dass bei uns niemand auf solche Ideen kommt, sonst müsste ich wohl im Untergrund um meinen Job kämpfen. Doch genau das ist die Idee, hinter dem Namen U-Smartway wird in Seoul ein utopisches Konzept vorangetrieben, bei dem die Autos in den Untergrund verbannt werden. Dies ist Teil eines Gesamtkonzeptes aus Erweiterung des U-Bahn Netzes, anlegen von Radwegen sowie Busspuren und einem zweigeschossigen Tunnelsystem von 149 km Länge mit 70 Ein- und Ausfahrten.´( Verkehrsprojekt Seoul U Smartway.pdf ) Ab 2012 sollen 3 Nord- Süd Achsen in Bau gehen, 35% finanziert aus öffentlichen Geldern, 65% privat finanziert. Und während der größte Strahlenschutzbunker aller Zeiten projektiert wird, werde ich mich in der Zwischenzeit nach einem Navi umsehen, dass auch im Untergrund funktioniert … und falls ich es hier nicht mehr brauche, hilft es mir ja vielleicht zukünftig in der Metropole Stuttgart.

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