Donnerstag, 11. August 2011

Teil 4: Der letzte Kaiser - Persönliche Geschichte

Wohlmeinende Zeitzeugen beschreiben Sunjong als einsilbig, die rustikalen vermuten hinter seinem trägen Geist die Folgen der Inzucht. Als sein Vater Gojong 1907 gezwungen wird, die Macht an den 33 jährigen Sohn abzutreten, war Korea bereits unter japanischem Protektorat. Sunjong war zu schwach, um deren expansiven Politik etwas entgegen zu setzen und nach einem Attentat auf den japanischen Generalresidenten kam es am 22 August 1910 zur Annexion Koreas durch Japan, um die "öffentliche Ruhe und Ordnung wieder herzustellen". Dem letzten macht- und kinderlosen Kaiser Koreas blieb unter der Besatzung bis zu seinem Tode 1926 (evtl. durch Gift? Die Beisetzung: Sujongs Beerdigung- Filmmitschnitt) nicht viel zu tun, ergo ließ er in seinem Palast Changdeok, wo er unter Arrest stand, zwei Billardtische aufstellen und brachte es dort wohl zu einiger Könnerschaft. Möglicherweise kam es ihm ganz gelegen, nicht regieren zu müssen und wir hätten eine Erklärung für den Ursprung der Redewendung "Eine ruhige Kugel schieben".

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