Mittwoch, 3. August 2011

Teil 1: Ausgangslage – Armes Korea

Wir schreiben das Jahr 1875. Während das Osmanische Reich die Zinsen für seine Staatsanleihen um 50% reduziert und praktisch zahlungsunfähig ist, ringen in Korea abgezehrte Gestalten dem kargen Boden einige Reiskörner ab. Das Land ist arm und hat sich nach außen abgeschottet, Koreanern und Ausländern ist es verboten, die Landesgrenzen ohne Genehmigung zu überschreiten. – kommt uns das nicht bekannt vor? Einzig zu China hält man zwangsweise Verbindung, jährliche Gesandtschaften liefern die Tributzahlungen nach Peking, denn seit der Eroberung durch die Mandschu 1637 ist Korea deren Vasallenstaat („trotz formeller Selbständigkeit abhängiger, einem anderen Staat zu politischer Gefolgschaft verpflichteter Staat“). Während Japans erzwungene Öffnung in der Meiji Aera http://de.wikipedia.org/wiki/Meiji-Zeit zu einem wirtschaftlichen und industriellen Aufschwung führt, dümpelt die abgeschottete Halbinsel Korea in ihren verkrusteten gesellschaftlichen Strukturen dahin.

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