![]() | |
| Bombardement der Eisenbahnbrücke |
Am 25. Juni 1950 überschreiten nordkoreanische Truppen um 04:00 h morgens den 38 Breitengrad. Sie treffen nicht auf nennenswerten Widerstand. Während die Regierung die Bevölkerung Seouls in Sicherheit wiegt, bereitet sie bereits ihre Flucht vor. Noch bevor die Truppen des Nordens nach 3 Tagen Seoul erreichen, setzt sich die Regierung über den Hangang (kor. gang = Fluss) nach Süden ab. In der Nacht zum 28. Juni 1950 hört man in Seoul das ferne Grollen der Geschütze, als um 02:30 h ein Donnerschlag am Fluss den unruhigen Schlaf durchbricht. Die Strategen haben auf ihrem Rückzug nach Süden die einzige befahrbare Brücke über den Han hinter sich gesprengt. Bei Tagesanbruch werden auch die verbliebenen Eisenbahnbrücken aus der Luft zerstört. Als die Menschen am frühen Morgen vor den hereinbrechenden Feinden fliehen wollen, ist der Fluchtweg abgeschnitten. Aus dem seichten Fluss ragt lediglich das Stahlskelett der Brückenbögen. Besonders hart trifft es die verbliebenen Truppen der ROK, deren Rückzug abgeschnitten ist, viele Kämpfer erleben den Mittag nicht mehr. Um 11:30 h fällt Seoul.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen