Freitag, 25. Februar 2011

Weihnachtsbäume aussuchen


Die Weihnachtszeit ist vorüber, aber wer denkt nicht gerne an das Abenteuer zurück, zusammen mit der Gattin einen Baum auszusuchen. Klar, eine schöne Nordmanntanne muss es schon sein, immerhin bezahlt dieses Mal die Firma - und die Gelegenheit  gilt es zu nutzen. Frischauf zur Suche, erst mal sehen, was der Markt so bietet. Der erste Baum ist ganz schön, leider ist die Spitze etwas krumm. Der nächste ist gerade gewachsen, aber die Nadeln etwas spitz, das stört beim schmücken. Der dritte ist keine Nordmann sondern eine Blautanne, der vierte nicht ganz ebenmäßig gewachsen und beim nächsten sind die Zweige zu dicht ... Fünf Stunden später ist endlich einer gefunden: schön gewachsen, alle Zweige gerade, Nordmann und sogar bereits passend für den Ständer angespitzt,  aber der ist zu klein und auch günstiger, als das Budget zulässt. Vielleicht gibt es in zwei Wochen ja noch bessere Bäume. Spätestens jetzt überkommt den geduldigen Verkäufer ein Gedanke: TÖTEN! Nicht besser ging es unserem Maklerteam, dessen Geduld ganz entgegen der stereotypen Vorurteile scheinbar unbegrenzt war. Einen Riss in die Fassade hab ich aber doch geschlagen. Stellt euch einfach folgendes vor: nach drei endlosen Tagen Wohnungssuche ist alles geklärt, sogar die Möbel sind in langwierigen Diskussionen ausgesucht und farblich abgestimmt und jetzt geht es nur noch um das Detail Matratzenhärte. Und da komme ich und sage ganz unschuldig: „Und die Matratze bitte in Farbe Ahorn.“ … da entgleisten der lieben Maklerin für eine Sekunde die Gesichtszüge. Ich habe den Verdacht, der deutsche Humor kommt manchmal auf Englisch nicht gut rüber.  

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